Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)

 

Warum Knochendichtemessung?



In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an Osteoporose. Jede zweite Frau über 50 Jahre ist davon betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Osteoporose zu den zehn häufigsten Krankheiten der Welt. Osteoporose ist die häufigste gutartige Stoffwechselerkrankung des Knochens.

Kommt es zu einer Osteoporose, so ist die Gefahr von Knochenbrüchen (z.B. Schenkelhalsbruch, Kompressionsbruch eines Wirbelkörpers, Speichenbruch) deutlich erhöht.

Da oft durch einfache Maßnahmen (Ernährung, Bewegung, Medikamente) die Osteoporose erfolgreich behandelt werden kann, sollte frühzeitig auf eine Neigung zu dieser Erkrankung gesucht werden. Es gilt, unnötige typische Alters-Knochenbrüche zu vermeiden.

Wie kann die Knochendichte gemessen werden?

Es gibt prinzipiell drei Mess-Methoden:

  • Ultraschall
  • Computer-Tomographie
  • Röntgen (Dexa-Verfahren)

Da die Ultraschall-Methode mehr Unsicherheiten bietet und die Computertomographie teuer ist und eine relativ hohe Strahlenbelastung verursacht, wird meist die Dexa-Methode angewandt.

Während der Untersuchung liegt der Patient entspannt auf einer Liege. Die Untersuchung dauert etwa 10 Minuten. Durch Messungen mit zwei unterschiedlichen Frequenzen kann die Knochendichte berechnet werden. Es gibt Alters-Referenz-Tabellen, die dann die Beurteilung der Werte erlauben.


Befund einer Osteodensitometrie bei guten Knochedichtewerten (die Messpunkte für die Wirbelsäule oben und für den Schenkelhals unten liegen im "grünen Bereich")


Hier liegen schlechte Konchenwerte (vor allem am Schenkelhals) vor. Die Messpunkte befinden sich im gelben bzw. sogar im orangenen Bereich. Hier besteht Handlungsbedarf!

Es sollte möglichst eine Untersuchung an einem Schenkelhals des Oberschenkelknochens sowie eine zweite von 3-5 Wirbelkörpern erfolgen. Anhand der Befunde kann dann entschieden werden, ob eine Behandlung notwendig ist.

Wie kann die Osteoporose behandelt werden?

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass die Ernährung so eingestellt wird, dass der Körper Calzium aufnehmen und verarbeiten kann. Die ist vor allem bei Genuss von Milchprodukten, aber auch z.B. von Fischprodukten erreichbar.

Der Körper kann Calzium nur einbauen, wen ausreichend Vitamin-D vorhanden ist. Dies muss nach Aufnahme über Sonnenlicht in unserer Haut aktiviert werden. Deshalb sollte man sich ausreichend an frischer Luft aufhalten.

Zusätzlich kann man dem Körper "Einbauanreize" für das Calzium geben. Werden die Knochen kontinuierlich durch Bewegung belastet, so baut sich automatisch mehr Kalk ein und die Knochen gewinnen an Festigkeit.

Es gibt zusätzlich zahlreiche medikamentöse Behandlungsmethoden, die der Ostoporose entgegenwirken. Diese sollten jedoch nur nach ärztlicher Beratung und Verordnung eingenommen werden!

Machen Sie unseren Osteoporose-Test:

Sie sind eine Frau 1
ein Mann 0
Sie sind jünger als 60 Jahre 0
zwischen 60 und 69 Jahre 1
zwischen 70 und 79 Jahre 2
80 Jahre und älter 3
Bei Frauen Letzte Regel vor dem 45 Lebensjahr 2
Lebensumstände Vater oder Mutter hatten Oberschenkelhalsbruch 1
Sie sind sehr schmal und niedriggewichtig 1
Sie sind in den letzten 12 Monaten gestürzt 1
Sie bewegen sich wenig 1
Sie rauchen oder haben früher geraucht 1
Sie haben ohne schwere Gewalteinwirkung einen Wirbelbruch erlitten 3
Sie haben oder sollten länger als 3 Monate Kortison bekommen 3
Sie haben Rückenschmerzen bei Belastung 1
Sie trinken täglich weniger als ½ Liter Milch oder essen weniger als ein Becher Joghurt 1
Sie essen täglich weniger als 2 Scheiben Käse 1

Haben sie 3 oder mehr Punkte?
-> Sie sollten sich untersuchen lassen!